Ihre Schwerpunktpraxis in Marburg


  Terminvereinbarung / Kontakt : 0 64 21 - 92 96 0

Welche Untersuchungen sind erforderlich, wenn ein Darmkrebs entdeckt wurde?

Wenn ein Tumor (gutartig oder bösartig) entdeckt wurde, müssen zunächst Gewebeproben zur Untersuchung unter dem Mikroskop entnommen werden. Bei dieser histologischen Untersuchung (Histologie = Gewebelehre) wird festgestellt, ob das Gewebe gutartig oder bösartig ist.

Wenn es gutartig ist, werden verschieden Sorten von Darmpolypen unterschieden (welche mit einem unterschiedlichen Entartungsrisiko einhergehen). Wenn das Gewebe bösartig ist, wird zwischen verschieden Stufen der Bösartigkeit (Gradierung) unterschieden.

Als nächstes ist es wichtig, in welchem Darmabschnitt der Tumor sitzt und wie er wächst. Hier v.a., ob der Tumor den Darm einengt und ein Darmverschluß droht; bei Enddarmtumoren wollen wir wissen, wie weit der Tumorunterrand vom Schließmuskel entfernt ist.

Die Frage nach bereits vorhandenen Metastasen, bei Darmtumoren in erster Linie in der Leber und der Lunge, beantworten wir durch eine Computertomografie des Bauchraumes und des Brustraumes sowie eine Ultraschalluntersuchung des Bauches. Bei Enddarmtumoren dient eine Kernspinuntersuchung des Beckens und ein Ultraschall durch den Enddarm dazu festzustellen, ob neben dem Tumor befindliche Lymphknoten tumorbefallen sind. In diesem Fall wird i.d.R. vor der Operation eine Bestrahlung und Chemotherapie vorgenommen, um den Tumor und die Lymphknoten zu verkleinern.  Blutuntersuchungen (Tumormarker, beim Darmkrebs das sog. CEA) diene der Verlaufskontrolle und der allg. Operationsvorbereitung.